Patienteninfo

Unter dieser Überschrift wollen wir auf aktuelle Themen eingehen, die Sie und uns interessieren. Dies können Fragen sein, die in der Praxis häufig an uns gestellt werden, Berichte über innovative Behandlungsmethoden , medizinische Themen, die in den Medien diskutiert werden, aber auch gesundheitspolitische Themen. Sollten Sie hierzu Fragen oder Anregungen haben sprechen Sie uns bitte an.
 

Schnarchen

Schnarchen entsteht durch Vibrationen im Rachen.Dabei wird entweder der weiche Gaumen (1) mit dem Zäpfchen oder der zu voluminöse Zungengrund (2) in Schwingungen versetzt. Jede Veränderung, die den Atemstrom durch die Nase behindert, begünstigt das Schnarchen.

Verbiegungen der Nasenscheidewand, Polypen oder übermäßige Schwellungen der unteren Nasenmuscheln müssen also in erster Linie beseitigt werden. Fehlen solche Veränderungen oder reicht deren Beseitigung allein nicht aus, so sind die Straffung des weichen Gaumens und/ oder die Verkleinerung des Zungengrundes der nächste Behandlungsschritt. Am schonendsten ist dies mit der bipolaren Radiofrequenzinduzierten Thermotherapie (RFITT) möglich:

Ambulant und in örtlicher Betäubung wird eine nadelförmige Sonde mehrfach in den weichen Gaumen oder den Zungengrund eingestochen. Von der Spitze dieser feinen Sonde mit einem Durchmesser von nur 1,3 Millimeter wird dann ein genau dosierter Hochfrequenz-Strom abgestrahlt, der einen umgebenden Gewebszylinder soweit erwärmt, dass das Gewebe langsam abstirbt und durch eine Narbe ersetzt wird. Die Größe des Gewebszylinders kann durch die Energie des HochfrequenzStromes gesteuert werden. Im Falle des weichen Gaumens bewirkt dies eine Straffung, am Zungengrund eine Schrumpfung. Beide Effekte verringern das Schnarchen. Die bedeckende Schleimhaut wird durch die kleinen Einstiche kaum verletzt. Schmerzen und Schluckbeschwerden nach dem Eingriff sind daher nur gering.

Auch an den unteren Nasenmuscheln kann die Radiofrequenzinduzierte Thermotherapie zur schleimhautschonenden Verkleinerung genutzt werden.